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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Secretarii vom 09.12.2013, Prot. N. 47516/13 CA


Kläger Rev.dus N.
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Amotionis cappellani militaris
Fundstelle Apoll 88 (2015) 415-416
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Übersetzungen it., Apoll 88 (2015) 417-419
Inhalt Recursum in limine reicitur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 193 § 2; 1740-1747; 1741, n. 1; 1741, n. 3
Leitsätze
1. Procedura in parochis amovendis ad normam cann. 1740-1747 adhibita in amovendo cappellano militari, praescriptis quoque can. 193, § 2 plene satisfacit, iuxta pernotum adagium «quod abundat non nocet».
2. Iuxta communem iurisprudentiam illegitimitas decreti impugnati declarari nequit si una saltem ratio allata par ferendo decreto probata est.
3. Ad proceduram administrativam seu disciplinarem de qua in cann. 1740-1747 non spectat delicta persequi poenasque infligere nec de asserta illegitima laesione bonae famae investigare.
4. Bonae existimationis amissio penes personas probas et graves, uti ceterum omnes causae de quibus in can. 1741, censetur par ad amotionem, quin ad rem de culpa gravi ipsius Viri amovendi quid referat.
5. Personae, penes quas bona existimatio amissa est, non numerantur sed ponderantur, uti apprime ex praescripto can. 1741, n. 3 apparet, praesertim cum bonae existimationis amissio quodam documento nitatur (in casu registrationibus magnetophonicis descriptis).
1. Die Anwendung des Verfahrens zur Amtsenthebung von Pfarrern gemäß cann. 1740-1747 bei der Amtsenthebung eines Militärkaplans genügt völlig auch den Vorschriften des can. 193 § 2, und zwar nach dem hinreichend bekannten Grundsatz: "Überflüssiges schadet nicht."
2. Nach herrschender Rechtsauffassung kann ein angefochtenes Dekret nicht für rechtswidrig erklärt werden, wenn wenigstens einer der angeführten Gründe dem zu erlassenden Dekret erwiesenermaßen angemessen war.
3. Dem Verwaltungs- bzw. Disziplinarverfahren gemäß cann. 1740-1747 steht es nicht zu, Straftaten zu verfolgen, Strafen zu verhängen oder Behauptungen über die rechtswidrige Verletzung des guten Rufes zu untersuchen.
4. Der Verlust des guten Rufes bei rechtschaffenen und angesehenen Personen wird, wie übrigens alle in can. 1741 genannten Gründe, für einer Amtsenthebung angemessen gehalten, und zwar unabhängig von einer schweren Schuld des Mannes, der des Amtes zu entheben ist.
5. Die Personen, bei denen der gute Ruf verlorengegangen ist, werden nicht gezählt, sondern beurteilt, wie aus can. 1741, 3° klar hervorgeht, besonders wenn sich der Verlust des guten Rufes auf ein Dokument stützt (im vorliegenden Fall auf Niederschriften von Tonbandaufnahmen).
 Italienisch - Französisch - Portugiesisch
Kommentare C. Begus, «Adnotationes in Decreta», Apoll 88 (2015) 425-438

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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