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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 27.02.2014, Prot. N. 47418/12 CA


Kläger Rev.dus X
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Amissionis officii parochi
Fundstelle IE 27 (2015) 643-645; W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 231-234
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Übersetzungen angl.: W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 231-234; it., IE 27 (2015) 643-645
Inhalt Reiectio in limine confirmatur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 153 § 3; 156; 184 § 1; 186; 522; 538 § 1; 1740-1747
LP 76 § 1, n. 3
Leitsätze
1. Cum cuiuslibet officii provisio scripto consignetur oporteat (cf. can. 156) necnon promissio alicuius officii nullum pariat iuridicum effectum (cf. can. 153, § 3), minime probatur collatio officii, post lapsum praefiniti temporis, oraliter vel tacite facta.
2. Per explicitam mentionem praescriptorum cann. 184, § 1, 186, 522 et 538, § 1, scripto intimata amissione officii parochi ob lapsum praefiniti temporis, pro certo habetur quod procedura in parocho amovendo in casu non est observanda.
3. Non exstat lex, quae parochi ad tempus determinatum nominati elapso termino statuto ius in officio permanendi sanciat.
Cf. etiam maximae prot. n. 47418/12 CA - DS
1. Da jede Amtsübertragung schriftlich ausgefertigt werden muss (vgl. can. 156) und das Versprechen irgendeines Amtes keine rechtliche Wirkung hervorbringt (vgl. can. 153 § 3), ist die mündliche oder stillschweigend erfolgte Übertragung eines Amtes nach Ablauf der vorher festgesetzten Zeit nicht im Geringsten bewiesen.
2. Wird der Verlust des Amtes des Pfarrers wegen Ablaufs der vorher festgesetzten Zeit schriftlich mitgeteilt, gilt aufgrund der ausdrücklichen Erwähnung der Vorschriften der cann. 184 § 1, 186, 522 und 538 § 1 für sicher, dass im vorliegenden Fall das Verfahren bei der Amtsenthebung eines Pfarrers nicht befolgt werden muss.
3. Es gibt kein Gesetz, das ein Recht eines auf bestimmte Zeit ernannten Pfarrers, nach Ablauf der festgesetzten Frist im Amt zu bleiben, anerkennt.
 Italienisch - Spanisch - Französisch
Kommentare J. Canosa, «La rilevanza ecclesiale della certezza del diritto», IE 27 (2015) 646-652
F. Puig, «Stabilità e continuità del titolare dell’ufficio parrocchiale», IE 27 (2015) 653-662

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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