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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 20.01.2012, Prot. N. 45064/11 CA


Kläger Exc.mus Archiepiscopus
Belangte Partei Pontificium Consilium pro Laicis
Gegenstand Decreti d. 13 decembris 2010 circa "Confraternidad X"
Fundstelle IC 62 (2022) 365-369
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Übersetzungen hisp., IC 62 (2022) 365-369
Inhalt Recursum adversus primam et secundam statuitionem decreti admittendum esse ad disceptationem; recursum adversus tertiam statuitionem decreti admittendum non esse.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 308; 318
Regimini Ecclesiae universae art. 106  
Pastor bonus art. 123 § 1
Leitsätze
1. Legitimatio activa ad recursum hierarchicum proponendum certa habenda est, cum ascriptio vindicetur consociationi; ad rem non relevat asserta eorum dimissio ab eadem consociatione.
2. Iuxta communem Signaturae Apostolicae iurisprudentiam decisio competentis Curiae Romanae Dicasterii, quae meritum petitionis ingreditur ac nullam praeiudicialem quaestionem movit, apud eandem Signaturam Apostolicam legitime impugnari potest, quin de terminis antea non servatis vel de remonstratione non praemissa apud Signaturam Apostolicam ipsam quid excipi possit.
3. Praesupposito caret recursus adversus adhortationes, seu actus qui verbis praescriptivis haud pollent, quippe qui decisiones potestatis administrativae censeri haud valent. Nemini ceterum ex hac exclusa impugnatione praeiudicium affertur; mox ac competens auctoritas ecclesiastica effectus iuridicos ex adhortatione trahere voluisset vel adhortationem in decisionem vertere decrevisset, aditus patet iis quorum interest ad recursum proponendum.
1. Die Beschwerdebefugnis zur Einlegung einer hierarchischen Beschwerde ist als gegeben anzusehen, wenn die Zugehörigkeit zur Vereinigung geltend gemacht wird; dabei ist die behauptete Entlassung aus ebendieser Vereinigung nicht relevant.
2. Nach der allgemeinen Rechtsauffassung der Apostolischen Signatur kann eine Entscheidung eines zuständigen Dikasteriums der Römischen Kurie, die inhaltlich auf die Sache eingeht und keine Vorentscheidung darstellt, vor ebendieser Apostolischen Signatur rechtmäßig angefochten werden, ohne dass vor der Apostolischen Signatur selbst eine vorausgehende Fristversäumnis oder Unterlassung des Einspruchs irgendwie eingewendet werden könnte.
3. Der Voraussetzung entbehrt eine Beschwerde gegen Ermahnungen oder Akte, die keine anweisenden Worte enthalten, insofern diese nicht als Entscheidungen der ausführenden Gewalt angesehen werden können. Außerdem entsteht niemandem aus dem Ausschluss dieser Anfechtung ein Nachteil; sobald die zuständige kirchliche Autorität der Ermahnung rechtliche Wirkungen beimessen wollte oder die Ermahnung in eine Entscheidung umwandeln würde, steht den Betroffenen der Weg zur Einlegung einer Beschwerde offen.
 Italienisch - Französisch
Kommentare J. Bogarín-Díaz, «Cuestiones conflictivas de Derecho cofrade. Comentario a tres resoluciones del Supremo Tribunal de la Signatura Apostólica», IC 62 (2022) 383-397

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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