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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Sententia definitiva vom 25.05.2015, Prot. N. 47832/13 CA


Kläger D.nus X et alii
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Reductionis in usum profanum ecclesiae X
coram Martínez Sistach
Fundstelle Apollinaris 93 (2020) 207-212.
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Übersetzungen it., Apollinaris 93 (2020) 213-218.
Inhalt Non constare de violatione legis in procedendo vel in decernendo.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 50; 1222 § 2; 1739
Leitsätze
1. Ius defensionis parti recurrenti denegatum haud scatet, eo quod suo tempore decretum formale reductionis ecclesiae in usum profanum non exsistebat. Rationes enim ob quas ecclesia reducta sit in usum profanum non sordidum indicatae aliunde cognosci possunt, praesertim ex decreto quo Episcopus remonstrationem reiecit (in casu decretum reductionis editum fuerat paulo ante recursus hierarchici definitionem ex parte competentis Curiae Romanae Dicasterii).
2. Una cum assertione Episcopi, consilium scilicet presbyterale iam ante reductionem ecclesiae in usum profanum auditum fuisse, auditio eiusdem consilii paulo ante definitum recursum hierarchicum ex parte competentis Curiae Romanae Dicasterii, legitimam praescripti can. 1739 applicationem constituit.
3. Uti communis doctorum opinio docet, praesumenda est legitimitas actus ab Auctoritate ecclesiastica positi, cum decidit destinationem ecclesiae in usum profanum non sordidum, praehabitis studio et consultationibus sufficientibus (in casu ex actis eruitur sive mala oeconomica paroeciae condicio sive mala ecclesiae reducendae condicio).
1. Eine Verweigerung des Verteidigungsrechts liegt nicht schon deshalb vor, weil seinerzeit kein förmliches Dekret über die Rückführung der Kirche in den profanen Gebrauch existierte. Die angeführten Gründe, derentwegen die Kirche in den profanen, aber nicht unwürdigen Gebrauch rückgeführt wurde, können nämlich anderswoher erkannt werden, vor allem aus dem Dekret, mit dem der Bischof den Einspruch zurückgewiesen hat. (Im vorliegenden Fall war das Rückführungsdekret kurz vor der Entscheidung des zuständigen Dikasteriums der römischen Kurie über die hierachische Beschwerde herausgegeben worden.)
2. Zusammen mit der Erklärung des Bischofs, dass nämlich der Priesterrat schon vor der Rückführung der Kirche in den profanen Gebrauch gehört worden sei, stellt die Anhörung dieses Rates kurz vor der Entscheidung des zuständigen Dikasteriums der römischen Kurie über die hierarchische Beschwerde eine rechtmäßige Anwendung der Vorschrift des can. 1739 dar.
3. Nach der herrschenden Lehrmeinung ist die Rechtmäßigkeit eines von der kirchlichen Autorität gesetzten Aktes zu vermuten, wenn sie nach Prüfung und ausreichenden Beratungen entscheidet, eine Kirche dem profanen, aber nicht unwürdigen Gebrauch zuzuordnen. (Im vorliegenden Fall sind aus den Akten sowohl die schlechte wirtschaftliche Lage der Pfarre als auch der schlechte Zustand der rückzuführenden Kirche ersichtlich.)
 Italienisch - Französisch
Kommentare C. Begus, «La presunzione di legittimità dell’atto amministrativo», Apollinaris 93 (2020) 219-226.

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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