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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum definitivum vom 20.09.2012, Prot. N. 45193/11 CA


Kläger Rev.dus X
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Translationis
coram Iannone
Inhalt Decretum Congressus non est reformandum.
Anmerkungen Cf. L’attività della Santa Sede 2012, p. 628.
Rechtsquellen 
?
Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 569; 1524 § 1; 1735; 1737 § 2
Ioannes Paulus II, Constitutio apostolica Spirituali militum  curae, 21 aprilis 1986 (AAS 78 [1986] 481-486 Art. 7;  
LP Art. 78 § 1
Leitsätze
1. Ad constitutionem cappellani militum in Italia duo requiruntur decreta: alterum ab Auctoritate ecclesiastica latum, alterum ex parte Auctoritatis statalis; utraque vero Auctoritas operatur intra ambitum proprii ordinis iuridici. Non agitur itaque de uno actu concordatario, sed de duobus actibus distinctis. Ambo actus laborare possunt vitiis in decernendo et in procedendo, adeo ut pateat recursus. Consequitur exinde quod declaratio illegitimitatis alterius, evidenter ab organo competenti lata, effectus gignit relate ad exsecutivitatem alterius.
2. Actor seu recurrens in quolibet statu et gradu iudicii petitioni seu recursui renuntiare potest (cf. can. 1524, § 1; art. 78, § 1 Legis propriae) sive explicite sive implicite ipso iure per facta concludentia (in casu constat recurrentem elegisse viam civilem ad decretum canonicum directe impugnandum; nam, recursu coram Magistratibus civilibus negative dimisso, recursum contentiosum administrativum porrexit, qua de re recte Congressus censuit recurrentem, saltem quoad iudicium apud Signaturam Apostolicam, recursui implicite renuntiavisse).
Cf. maximae prot. n. 45193/11 CA.
1. Für die Einsetzung von Militärkaplänen in Italien sind zwei Dekrete erforderlich: ein von der kirchlichen Autorität ein von der staatlichen Autorität erlassenes; beide Autoritäten handeln jedoch innerhalb des Rahmens ihrer eigenen Rechtsordnung. Es handelt sich daher nicht um einen einzigen konkordatären Akt, sondern um zwei unterschiedliche Akte. Beide Akte können mit Mängeln in decernendo und in procedendo behaftet sein, sodass eine Beschwerde zulässig ist. Daraus folgt, dass die Erklärung der Rechtswidrigkeit des einen, natürlich von der zuständigen Stelle erlassenen Aktes Auswirkungen auf die Vollstreckbarkeit des anderen hat.
2. Der Kläger bzw. Beschwerdeführer kann zu jedem Stand und auf jeder Ebene des Verfahrens auf seinen Antrag oder seine Beschwerde verzichten (vgl. can. 1524 § 1; art. 78 § 1 Lex propria), entweder ausdrücklich oder stillschweigend von Rechts wegen aufgrund schlüssigen Verhaltens. (Im vorliegenden Fall war festgestanden, dass der Beschwerdeführer den zivilrechtlichen Weg gewählt hatte, um das kanonische Dekret direkt anzufechten; als nämlich seine Beschwerde vor den Zivilbehörden negativ beschieden worden war, hatte er eine verwaltungsgerichtliche Beschwerde eingereicht, weshalb der Kongress richtigerweise der Auffassung gewesen war, der Beschwerdeführer hätte – zumindest hinsichtlich des Verfahrens vor der Apostolischen Signatur – auf die Beschwerde stillschweigend verzichtet.)
Vgl. Leitsätze Prot. N. 45193/11 CA.
 Italienisch - Französisch

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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