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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Sententia definitiva vom 25.05.2015, Prot. N. 47893/13 CA


Kläger Rev.mus X
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Excardinationis
coram Stankiewicz
Fundstelle IC 60/119 (2020) 271-283
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Übersetzungen hisp., IC 60/119 (2020) 271-283
Inhalt Non constare de violatione legis in procedendo vel in decernendo.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 51; 265; 267 § 1; 267 § 2; 268 § 1; 269, n. 2; 270; 271 §§ 1-3; 1573
Leitsätze
1. Gravitas causae ad denegandam excardinationem non pendet ab explicita mentione huius termini in textu decisionis, sed a gravitate ipsius facti inducentis Episcopum dioecesanum ad capiendam deliberationem contrariam expostulatae excardinationi. Gravitas facti fundari debet in elementis obiectivis, ne decisio Superioris arbitraria mente feratur in damnum veritatis et iustitiae.
2. Utilitas Ecclesiae particularis et bonum ipsius clerici suadent potius ut Recurrens propriae dioecesi incardinatus maneat saltem usque ad exitum definitivum causarum nondum definitive solutarum in foro rei publicae (in casu post dimissionem ab officio Moderatoris Instituti, quod Caritas dioecesana nuncupatur, habita nempe ratione assertae eius gravissimae responsabilitatis civilis et poenalis potissimum in foro saeculari).
3. Contradictione haud laborat denegatio excardinationis ex parte Ordinarii, qui clerico simul proponat licentiam transmigrandi (cf. can. 271, § 2): nam talis obiectio rationem non habet indolis condicionalis denegatae ab eo excardinationis (in casu licentia transmigrandi tanquam gressus ad excardinationem suo tempore obtinendam proponebatur).
1. Die Schwere des Grundes für die Ablehnung der Exkardination hängt nicht von der ausdrücklichen Erwähnung dieses Begriffes im Text der Entscheidung ab, sondern von der Schwere der Tatsache selbst, die den Diözesanbischof veranlasst, eine der beantragten Exkardination entgegengesetzte Entscheidung zu fällen. Die Schwere der Tatsache muss auf objektiven Anhaltspunkten gründen, damit die Entscheidung des Oberen nicht willkürlich zum Schaden der Wahrheit und der Gerechtigkeit gefällt werde.
2. Der Nutzen für die Teilkirche und das Wohl des Klerikers selbst lassen es eher ratsam erscheinen, dass der Beschwerdeführer der eigenen Diözese inkardiniert bleibt, zumindest bis die im staatlichen Bereich noch nicht endgültig gelösten Fälle endgültig abgeschlossen sind (im vorliegenden Fall nach der Entlassung aus dem Amt des Leiters eines Institutes, das ’Diözesane Caritas’ genannt wird, und zwar unter Berücksichtigung des Vorwurfs von dessen äußerst schwerwiegender zivil- und strafrechtlicher Verantwortung vor allem im weltlichen Bereich).
3. Es ist nicht widersprüchlich, wenn der Ordinarius die Exkardination verweigert, dem Kleriker aber gleichzeitig die Erlaubnis zum Wechsel gemäß can. 271 § 2 vorschlägt: Ein solcher Einwand berücksichtigt nämlich nicht den vorläufigen Charakter seiner Ablehnung der Exkardination. (Im vorliegenden Fall wurde die Erlaubnis zum Wechsel als Schritt vorgeschlagen, um zu gegebener Zeit die Exkardination zu erlangen.)
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Kommentare L. Navarro, Algunas puntualizaciones sobre la incardinación: causas, plazos y autoridad competente, IC 60/119 (2020) 299-305

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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