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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 15.09.2017, Prot. N. 52545/17 CA


Kläger Exc.mus Recurrens X
Belangte Partei Pontificium Consilium pro Laicis
Gegenstand Praescriptionis poenalis et reparationis damnorum
Fundstelle IE 31 (2019) 617-619
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Übersetzungen it., IE 31 (2019) 617-619
Inhalt Reiectio in limine confirmatur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 1315 § 1; 1362 § 1, n. 2; 1394; 1395; 1397; 1398; 1399
Leitsätze
1. Praescriptum can. 1399 obnoxium est praescriptioni communi; nam:
a) Legislator, qui praescripto can. 1362, § 1, sub num. 2 a praescriptione communi seu triennali quasdam actiones excepit, nominatis canonibus 1394, 1395, 1397 et 1398, neglegit tamen mentionem ibidem addere praescripti can. 1399; quae omnia effato «quod Legislator voluit dixit, quod noluit tacuit» satis explicantur;
b) praescriptum can. 1399 Legislator voluit non autem ad crimina longe praeterita, sed ad crimina seu delicta, specialis quidem gravitatis, innominata, seu extra poenarum indicem in Codice vel aliis legibus haud adamussim distincta, punienda;
c) saltem ex praescripto can. 1315, § 1 deducitur legem divinam lege poenali passim ditari, quin ob hanc causam lex poenalis praescriptioni communi obnoxia esse cesset;
d) si praescriptum can. 1399 praescriptioni communi obnoxium non esset, in absurdum cederetur, nam omnia delicta ibidem recensita, nulla distinctione inter factispecies peracta, impraescriptibilia efficerentur.

Cf. maximae prot. n. 52545/17 CA - DS
1. Die Vorschrift des can. 1399 ist der allgemeinen Verjährung unterworfen, denn:
a) der Gesetzgeber, der durch die Vorschrift des can. 1362 § 1, 2° gewisse Klagen von der allgemeinen bzw. dreijährigen Verjährung ausgenommen hat, hat es gleichwohl unterlassen, nach der Nennung des cann. 1394, 1395 und 1398 daselbst eine Erwähnung der Vorschrift des can. 1399 hinzuzufügen, was alles im Ausspruch „Was der Gesetzgeber wollte, hat er gesagt, was er nicht wollte, dazu hat er geschwiegen“ hinreichende Erklärung findet;
b) die Vorschrift des can. 1399 hat der Gesetzgeber nicht geschaffen, um lange zurückliegende Verbrechen zu bestrafen, sondern besonders schwere und unbenannte Verbrechen bzw. Delikte, also solche, die, außerhalb des Verzeichnisses der Strafen, im Codex oder anderen Gesetzen nicht genau bestimmt sind;
c) wenigstens aus der Vorschrift des can. 1315 § 1 ist abzuleiten, dass ein göttliches Gesetz bisweilen mit einem ein Strafgesetz versehen wird, ohne dass deswegen das Strafgesetz nicht mehr der allgemeinen Verjährung unterworfen wäre;
d) wäre die Vorschrift des can. 1399 nicht der allgemeinen Verjährung unterworfen, würde dies absurde Folgen zeitigen, weil sämtliche dort angeführten Delikte ohne irgendeine Unterscheidung der Sachverhalte unverjährbar würden.

Vgl. Leitsätze Prot. N. 52545/17 CA - DS
 Italienisch - Spanisch - Französisch - Portugiesisch
Kommentare D. Cito, «Annotazione sulla prescrizione penale», IE 31 (2019) 619-626

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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