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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Secretarii vom 18.03.2017, Prot. N. 52545/17 CA


Kläger Exc.mus X quondam Archiepiscopus Y
Belangte Partei Pontificium Consilium pro Laicis
Gegenstand Praescriptionis poenalis et reparationis damnorum
Fundstelle IE 31 (2019) 614-616
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Übersetzungen it., IE 31 (2019) 614-616
Inhalt Recursus in limine reicitur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 1362 § 1; 1399; 1720, n. 3
Leitsätze
1. Actio poenalis ob delicta de quibus in can. 1399 communi praescriptione triennali extinguitur; nam:
a) ratio can. 1399 a praescriptione haud relevat, iuxta pernotum principium «finis legis non cadit sub lege»;
b) communis canonica iurisprudentia, cum qua doctrina pariter communis concinit, delicta de quibus in can. 1399 generali praescriptioni triennali obnoxia tenet (in casu mentio fit de duabus recentioribus decisionibus Romanae Rotae).
2. Secundum communem ac constantem iurisprudentiam decretum illegitimum declarari nequit si saltem una causa probata atque par ferendo decreto habeatur.

Cf. maximae prot. n. 52545/17 CA - DC
1. Eine Strafklage wegen Delikten nach can. 1399 unterliegt der allgemeinen Verjährungsfrist von drei Jahren, denn:
a) der Zweck des can. 1399 nimmt diesen – nach dem wohlbekannten Prinzip «Das Ziel des Gesetzes fällt nicht unter das Gesetz» – nicht von der Verjährung aus;
b) die herrschende kanonische Rechtsauffassung betrachtet in Übereinstimmung mit der gleichermaßen herrschenden Lehre die Delikte nach can. 1399 als der allgemeinen dreijährigen Verjährung unterworfen (im vorliegenden Fall wird auf zwei jüngere Entscheidungen der Römischen Rota Bezug genommen).
2. Nach herrschender und beständiger Rechtsauffassung kann ein Dekret nicht für rechtswidrig erklärt werden, wenn wenigstens eine seiner Begründungen bewiesen und dem zu erlassenden Dekret angemessen ist.

Vgl. Leitsätze Prot. N. 52545/17 CA - DC
 Italienisch - Spanisch - Französisch - Portugiesisch
Kommentare D. Cito, «Annotazione sulla prescrizione penale», IE 31 (2019) 619-626

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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