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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Sententia definitiva vom 16.11.2011, Prot. N. 44136/10 CA


Kläger Rev.dus X
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Amotionis a paroecia
coram Burke
Fundstelle Ius Communionis 7 (2019) 361-371
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Übersetzungen hisp., Ius Communionis 7 (2019) 361-371
Inhalt Constat de violatione legis in decernendo, nam Congregatio erronee decrevit praescripta in procedendo servata fuisse; non constat de violationie legis in procedendo.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 50; 51; 127 § 2, nn. 2-3; 1732-1739; 1740-1747; 1741, n. 1; 1742 § 2; 1745, n. 1
Leitsätze
1. Superior hierarchicus qui, recursu hierarchico absoluto, adductam violationem legis in procedendo ab auctore decreti impugnati patratam haud agnoscat vel ei remedium praestet, legem in decernendo violat.
2. Violatio legis in procedendo habetur cum Episcopus parochum amovendum ad acta causae inspicienda, uti can. 1745, n. l exigit, haud invitet (in casu recurrens ad undecim rationes, quas Episcopus per litteras parocho amovendo indicaverat, in defensione coram competenti Curiae Romanae Dicasterio respondit, sed semper ipse petiit ut sibi occasio acta causae inspiciendi daretur);
3. Declaratio parochi, de quo in can. 1742, § 1, qui graviter secretum servandum, de quo in can. 127, § 2, n. 3, violaverit, contra legitimitatem disceptationis cum coetu parochorum, de quo in can. 1742, § 1, non admittitur.
4. Nullo pacto sustinetur competens Curiae Romanae Dicasterium legem violasse, cum unam tantum causam amotionis retinuit, de quo in can. 1741, n. 1, in actis, seu in quibusdam causis ab Episcopo adductis probatam (in casu Episcopus, procedura ad parochum amovendum incepta, undecim causas adduxerat et in decreto de eis tantum per remissionem mentionem fecerat, novam quidem causam adducens, nempe minas contra Vicarium generalem prolatas; inter quas causas Dicasterium probatam causam de qua in can. 1741, n. 1 agnovit, speciatim de publica oppositione contra Episcopi gubernium pastorale).
1. Ein hierarchischer Oberer, der nach Abschluss einer hierarchischen Beschwerde die angeführte, vom Autor des Dekrets begangene Gesetzesverletzung in procedendo nicht anerkennt oder nicht behebt, verletzt das Gesetz in decernendo.
2. Eine Gesetzesverletzung in procedendo liegt vor, wenn ein Bischof einen zu enthebenden Pfarrer nicht einlädt, die Verfahrensakten einzusehen, wie es can. 1745, 1°, verlangt.
(Im vorliegenden Fall hatte der Beschwerdeführer auf die elf Gründe, die der Bischof dem zu enthebenden Pfarrer brieflich angegeben hatte, in seiner Verteidigung vor dem zuständigen Dikasterium der Römischen Kurie geantwortet, aber weiter darum gebeten, dass ihm Gelegenheit zur Akteneinsicht gegeben werde.)
3. Die Aussage eines Pfarrers, auf den can. 1742 § 1 Bezug nimmt, der die Geheimhaltung nach can. 127 § 2, 3°, schwerwiegend verletzt hat, wird nicht (als Beweis) gegen die Rechtmäßigkeit der Erörterung mit dem Kreis von Pfarrern nach can. 1742 § 1, zugelassen.
4. Es kann in keiner Weise behauptet werden, das zuständige Dikasterium der römischen Kurie habe gegen das Gesetz verstoßen, wenn es nur einen einzigen Enthebungsgrund gemäß can. 1741, 1°, als in den Akten bzw. unter gewissen vom Bischof angeführten Gründen erwiesen ansieht.
(Im vorliegenden Fall hatte der Bischof nach Beginn des Verfahrens zur Enthebung eines Pfarrers elf Gründe angeführt und diese im Dekret nur als Bezugnahme erwähnt, während er eine neue Begründung angeführt hatte, nämlich Drohungen gegen den Generalvikar; unter diesen Gründen hatte das Dikasterium die Begründung gemäß can. 1741, 1°, als bewiesen anerkannt, insbesondere den öffentlichen Widerstand gegen das pastorale Leitungsamt des Bischofs.)
 Italienisch - Französisch
Kommentare P.E. Lamata Molina, «Comentario», Ius Communionis 7 (2019) 387-401

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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