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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 27.01.2010, Prot. N. 42482/09 CA


Kläger D.nus N.
Belangte Partei Pontificium Consilium pro Laicis
Gegenstand Dimissionis a consociatione
Fundstelle ME 132 (2017) 33-36; W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 479-485
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Übersetzungen angl.: W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 479-485; ME 132 (2017) 36-40
Inhalt Recursus non admittitur ad disceptationem.
Anmerkungen Cf. decretum dioecesanum inpugnatum, ME 132 (2017) 27-28
Cf. prot. n. 40768/08 CA
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC/1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC/1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 50; 308; 316 § 2
Leitsätze
1. Dimissio sodalis a consociatione, praeterquam praescripto can. 316, § 2 pro casibus in § 1 eiusdem canonis recensitis, statutis uniuscuiusque consociationis regitur (cf. can. 308).
1. Die Entlassung eines Mitglieds aus dem Verein richtet sich, abgesehen von der Vorschrift in can. 316, § 2 für die in § 1 desselben Canons behandelten Fälle, nach den Statuten des jeweiligen Vereins (vgl. can. 308).
2. Procedura de qua in can. 308 non necessario remittit ad can. 316, § 2, quippe qui pro casibus in § 1 recensitis valet, sed ad can. 50 praescriptum, quod auditionem quorum iura laedi possunt, tantum «quantum fieri potest» praevidet.
2. Das in can. 308 vorgesehene Verfahren bezieht sich nicht notwendigerweise auf can. 316, § 2, der für die in § 1 vorgesehenen Fälle gilt, sondern auf die Vorschrift von can. 50, der die Anhörung derjenigen, deren Rechte verletzt werden können, nur, "soweit es möglich ist", vorsieht.
3. In qua clausula can. 50 ponderanda, cavendum est in casu dimissionem haud perfectam esse nisi post decisionem Ordinarii loci, per recursum in statutis praevisum aditi.
3. Bei der Beurteilung dieser Klausel in can. 50 ist zu beachten, dass im vorliegenden Fall die Maßnahme der Entlassung erst nach der Entscheidung des Ortsordinarius vollendet ist, bei dem die in den Statuten vorgesehene Beschwerde eingelegt werden kann.
4. Cum agatur de actu praevio, Commissionis audiendae munus ad modum decisionis ponderandum non est.
4. Die Aufgabe eines anzuhörenden Ausschusses ist nicht so zu bewerten, als handle es sich um eine Entscheidung, da es dabei ja nur um eine vorausgehende Handlung geht.
5. Dimissionis causa in statutis praevisa (in casu, carentia «di buona condotta morale»), non autem iuxta principia prima dimetienda est, sed habita ratione sive naturae consociationis (in casu, paroecialis), in qua in primis spiritus communionis intra ambitum eiusdem paroeciae officium praecipuum sodalium constituit, sive aliarum condicionum pro quibus iuxta consociationis statuta dimissio fieri potest.
5. Ein in den Statuten vorgesehener Entlassungsgrund (in diesem Fall das Fehlen "moralisch einwandfreier Führung") ist nicht nach den ersten Prinzipien zu bemessen, sondern unter Berücksichtigung sowohl des Charakters des Vereins (in diesem Fall eines Vereins der Pfarrei), in dem in erster Linie der Geist der communio innerhalb der Pfarrei die Hauptpflicht der Mitglieder darstellt, als auch der anderen Gründe, aus denen gemäß den Statuten die Entlassung erfolgen kann.
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Kommentare C. Begus, Commento/Note, ME 132 (2017) 41-49

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz