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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 23.01.2013, Prot. N. 46612/12 CA


Kläger D.na X. et alii
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Reductionis ecclesiae in usum profanum
Fundstelle ME 129 (2014) 235-237; W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 686-691
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Übersetzungen angl.: W.L. Daniel, Ministerium Iustitiae II, 686-691; ME 129 (2014) 237-240
it., G. Parise, La giurisprudenza, 413-415
Inhalt Recursus reicitur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 1733; 1734
Leitsätze
1. Iuxta constantem iurisprudentiam competentia Curiae Romanae Dicasteria semper de causae merito videre possunt, etiam praetermissa quaestione utrum, necne, recursus legitime propositus sit.
2. Terminus de quo in can. 1734 non suspenditur vi can. 1733, id est ob conamina conciliationis in actum deducta.
3. Error quoad terminum ad recurrendum vi can. 1733 suspensum probandus est (in casu recurrentes conventum diurnariis edocendis indixerant, in quo ipsimet peraccurate descripserunt legislationem de reductione ecclesiae in usum profanum necnon de recursibus proponendis, atque ad rem iurisprudentiam competentis Curiae Romanae Dicasterii; auxilio insuper cuiusdam periti in iure canonico, et quidem non parvi nominis, gaudebant).
4. Actibus ex instrumento captis et scripto consignatis opponi nequeunt processus verbales cuiuscumque generis, quippe qui ad verbum et in minutis ea quae in conventu acciderunt describere nequeant.
1. Nach beständiger Rechtsauffassung können die zuständigen Dikasterien der römischen Kurie immer in der Sache (de merito) befinden, auch unter Absehen von der Frage, ob die Beschwerde rechtmäßig eingereicht wurde oder nicht.
2. Die Frist nach can. 1734 wird kraft can. 1733, also wegen in der Sache durchgeführter Versöhnungsversuche, nicht ausgesetzt.
3. Ein Irrtum bezüglich der Aussetzung der Beschwerdefrist kraft can. 1733 unterliegt der Beweispflicht. (Im vorliegenden Fall hatten die Beschwerdeführer eine Pressekonferenz angekündigt, in der sie selbst sehr ausführlich die Gesetzgebung über die Rückführung einer Kirche zum profanen Gebrauch und die Vorlage von Beschwerden sowie die diesbezügliche Rechtsauffassung des zuständigen Dikasteriums der römischen Kurie beschrieben; darüber hinaus erfreuten sie sich der Hilfe eines anerkannten Sachverständigen des kanonischen Rechts.)
4. Mit technischen Mitteln aufgenommenenen und dann verschriftlichten Akten können Prozessprotokolle jeglicher Art nicht entgegengehalten werden: Letztere können nämlich nicht wörtlich und detailliert beschreiben, was sich in der Zusammenkunft ereignet hat.
 Italienisch - Französisch - Portugiesisch
Kommentare K. Martens, «Commento/Note – Decretum n. 46612/12 CA», ME 129 (2004) 241-244

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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