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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Sententia definitiva vom 08.10.2019, Prot. N. 53235/17 CA


Kläger D.nus Y
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Ecclesiae X adaperiendae
coram Mamberti
Fundstelle Periodica 111 (2022) 306-318
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Übersetzungen it., Periodica 111 (2022) 307-319
Inhalt Constare de violatione legis in procedendo et in decernendo; ecclesiam aperiendam esse.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 48; 51; 57 § 1; 57 § 2; 1222 § 2; 1219; 1737 § 2
Lex propria Supremi Signaturae Apostolicae Tribunalis art. 90
Leitsätze
1. Iuxta Signaturae Apostolicae iurisprudentiam clausura definitiva ecclesiae cum eius reductione in usum profanum aequiparatur. Qua ob rem ii quorum interest exemplar petere possunt decreti, quo ecclesia clausa ad usum profanum reducta est, ita ut idem ad normam iuris impugnare valeant.
2. Ecclesia definitive clausa absque decreto quo eadem ad usum profanum reducitur, ii quorum interest decisio clausurae impugnare possunt necnon adapertionem eiusdem ecclesiae petere.
3. Definitiva ecclesiae clausura iis quorum interest haud tollit facultatem recurrendi adversus decretum, tandem latum vel editum, quo ecclesia clausa ad usum profanum ab Episcopo ad normam can. 1222, § 2 reducitur. Prorsus dedecet clausuram ecclesiae illegitime (id est absque decreto) peractam ex una parte auctoritati ecclesiasticae favere, quippe quae sese ab obligatione servandi proceduram, de qua in can. 1222, § 2 et emittendi decretum subtrahere possit, et ex altera parte fidelibus, quorum interest, nocere, si clausura sine ullo decreto peracta decem diebus inutiliter elapsis legitima fieret eiusdemque aperitio non amplius peti possit.
Cf. etiam maximae decreti Secretarii sub prot. n. 53235/17 CA et decreti Congressus sub prot. n. 53235/17 CA.
1. Nach der Rechtsauffassung der Apostolischen Signatur ist die endgültige Schließung einer Kirche ihrer Rückführung zum profanen Gebrauch gleichgestellt. Daher können diejenigen, die davon betroffen sind, eine Abschrift des Dekrets beantragen, mit dem die geschlossene Kirche zum profanen Gebrauch rückgeführt wurde, sodass sie selbiges nach Maßgabe des Rechts anfechten können.
2. Wurde eine Kirche ohne ein Dekret, durch das sie zum profanen Gebrauch rückgeführt wird, endgültig geschlossen, können diejenigen, die davon betroffen sind, die Entscheidung über die Schließung anfechten und die Öffnung der Kirche beantragen.
3. Die endgültige Schließung einer Kirche nimmt denjenigen, die davon betroffen sind, nicht die Befugnis, gegen das Dekret, mit dem die geschlossene Kirche vom Bischof gemäß can. 1222 § 2 zum profanen Gebrauch rückgeführt wird, wenn es schließlich erlassen oder herausgegeben wurde, Beschwerde einzulegen. Es ist ganz und gar unstatthaft, dass die rechtswidrig (also ohne Dekret) durchgeführte Schließung einer Kirche einerseits der kirchlichen Autorität nützt, die sich nämlich der Verpflichtung entziehen kann, das Verfahren nach can. 1222 § 2 einzuhalten und ein Dekret zu erlassen, und andererseits den Gläubigen, die davon betroffen sind, schadet, wenn die ohne irgendein Dekret durchgeführte Schließung nach ungenutztem Verstreichen von zehn Tagen rechtmäßig würde und die Öffnung derselben nicht mehr beantragt werden könnte.
Vgl. Leitsätze Prot. N. 53235/17 CA - DS; 53235/17 CA - DC.
 Italienisch - Französisch
Kommentare G.P. Montini, «I diritti dei fedeli di fronte all’autorità ecclesiastica che procede per vie di fatto», Periodica 111 (2022) 321-341

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

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