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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum definitivum vom 22.10.2014, Prot. N. 47637/13 CA


Kläger D.na N.
Belangte Partei Pontificium Consilium pro Laicis
Gegenstand Dimissionis a consociatione
coram De Paolis
Fundstelle Apoll 89 (2016) 379-383
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Übersetzungen it., Apoll 89 (2016) 383-387
Inhalt Confirmatur decretum Congressus, quo recursus ad disceptationem non admittitur.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC cann. 308; 1290
LP art. 42 § 2; art. 84
Leitsätze
1. Iuxta communem iurisprudentiam, recursu contentioso administrativo in Congressu ad disceptationem haud admisso, obiectum iudicii coram Collegio tantum est confirmatio an minus decreti in Congressu lati, introductione vel petitione novarum probationum prorsus interdictis.
2. Principium iuxta quod in dubio pro recurrente standum est processum poenalem respicit, cum onus probandi in recursu contentioso administrativo ad recurrentem spectet (in casu dubium prospiciebatur de consiliorum auditione).
3. Ius defensionis consistit in notione summaria rationum dimissionis (a consociatione) et in facultate probationes et argumenta coram competenti Curiae Romanae Dicasterio exhibendi.
4. Iuxta communem iurisprudentiam non requiruntur in recursu hierarchico contradictorium iudiciale, publicatio actorum, interrogatio testium et colloquium cum Superiore hierarchico.
5. Quoad rationes dimissionis a consociatione, non agitur de imputabilitate factorum, eo vel minus de delictis vel actibus dolosis, sed de illorum factorum effectu negativo in finem consociationis.
1. Nach herrschender Rechtsauffassung ist, wenn eine verwaltungsgerichtliche Beschwerde im Kongress nicht zur Verhandlung zugelassen wurde, Gegenstand des Urteils vor dem Kollegium nur die Bestätigung bzw. Nichtbestätigung des im Kongress erlassenen Dekretes, wobei die Vorlage oder Beantragung neuer Beweise gänzlich untersagt ist.
2. Der Grundsatz, nach dem im Zweifel für den Beschwerdeführer zu entscheiden ist, betrifft das Strafverfahren, während im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren die Beweislast beim Beschwerdeführer liegt. (Im vorliegenden Fall war ein Klagegrund bezüglich der Anhörung von Räten vorgesehen.)
3. Das Verteidigungsrecht besteht in der summarischen Kenntnis der Gründe für die Entlassung (aus der Vereinigung) und in der Möglichkeit, vor dem zuständigen Dikasterium der römischen Kurie Beweise und Begründungen vorzulegen.
4. Nach herrschender Rechtsauffassung verlangt das hierarschische Beschwerdeverfahren weder eine gerichtliche Verhandlung, noch eine Aktenoffenlegung, eine Zeugenbefragung oder ein Gespräch mit dem hierarchischen Oberen.
5. Bei den Gründen für die Entlassung aus einer Vereinigung geht es nicht um die Zurechenbarkeit der Tatsachen und noch weniger um Straftaten oder arglistige Handlungen, sondern um die negativen Auswirkungen dieser Tatsachen auf die Ziele der Vereinigung.
 Italienisch - Spanisch - Französisch - Portugiesisch
Kommentare C. Begus, «Adnotationes in Decreta», Apoll 89 (2016) 397-411

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz

Zitierfähiger Link zu dieser Seite: https://www.iuscangreg.it/stsa?id=194&lang=DE