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Rechtsprechung der Apostolischen Signatur über Verwaltungsstreitigkeiten
 
 

Oberster Gerichtshof der Apostolischen Signatur
Decretum Congressus vom 27.03.2015, Prot. N. 49272/14 CA


Kläger D.nus X et alii
Belangte Partei Congregatio pro Clericis
Gegenstand Reductionis ecclesiae X in usum profanum
Inhalt Decretum reiectionis in limine confirmandum esse.
Anmerkungen Cf. L’attività della Santa Sede 2015, p. 786.
Rechtsquellen 
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Legenda
 
Canones des CIC1983
Alle in den Entscheidungen (sowohl im Teil in iure als auch im Teil in facto) erwähnten Canones sind als Quellen angegeben.
In Fettschrift werden diejenigen Canones angezeigt, die den Hauptgegenstand der Entscheidung bilden oder zu denen die Entscheidung ein Auslegungsprinzip formuliert.
In Kursivschrift werden diejenigen Canones des CIC von 1983 angezeigt,
- die nicht im Text der Entscheidung genannt sind, mit denen sich die Entscheidung aber befasst;
- die denjeingen Canones des CIC1917 entsprechen, von denen die - vor 1983 gefällte - Entscheidung handelt.

Andere Quellen
Es werden alle Quellen angegeben, die im Text Entscheidung (in iure oder in facto) erwähnt sind.
CIC can. 1222 § 2
LP art. 76 § 1
Leitsätze
1. Quoad praeviam Promotoris Iustitiae auditionem in casu probandam, satis est ut in actis exstet adumbratio decreti reiectionis in limine a Promotore Iustitiae deputato exarata, subsignata et Secretario proposita.
1. Um die vorherige Anhörung des Kirchenanwalts zu beweisen, ist es ausreichend, dass in den Akten der vom zugewiesenen Kirchenanwalt ausgearbeitete, unterzeichnete und dem Sekretär vorgelegte Entwurf des Dekrets über die Zurückweisung in limine vorhanden ist.
2. Ad normam can. 127 requiritur ut exquiratur consilium omnium eorum qui sunt praesentes; nullo autem modo requiritur ut sententiae singulorum scripto consignentur.
2. Nach can. 127 ist verlangt, dass der Rat aller Anwesenden eingeholt wird; keinesfalls ist aber verlangt, dass die Stellungnahmen der einzelnen schriftlich ausgefertigt werden.
3. Coram Signatura Apostolica ad rem habenda sunt tantummodo motiva ob quae competens Curiae Romanae Dicasterium decisionem Episcopi approbavit (quae, in casu, respiciunt praesertim condicionem ecclesiae et condicionem oeconomicam paroeciae, ad quam aedes sacra pertinet).
3. Vor der Apostolischen Signatur haben als einschlägig nur jene Gründe zu gelten, derentwegen das zuständige Dikasterium der römischen Kurie die Entscheidung des Bischofs bestätigt hat (die im vorliegenden Fall vor allem den Zustand der Kirche und die wirtschaftliche Lage der Pfarre, zu der das heilige Gebäude gehört, betreffen).
4. Relatio ex una parte valida, quatenus structuram ecclesiae sanam iudicaverit, invalida ex altera parte, quatenus indicaverit reparationes in ea efficiendas una cum aestimatione pretii operum necessariorum, habita, argumentum sat contradictorium exstat, quod haud demonstrare potest competens Curiae Romanae Dicasterium, omnibus actis perspectis, erravisse circa gravem reductionis causam.4. Ein Bericht, der einerseits für zutreffend gehalten wird, insofern er die Struktur der Kirche als gut erhalten beurteilt, andererseits für unzutreffend, insofern er die in dieser auszuführenden Reparaturen sowie eine Einschätzung über die Kosten der notwendigen Arbeiten angibt, ist ein reichlich widersprüchliches Argument, das nicht zeigen kann, dass das zuständige Dikasterium der römischen Kurie nach Durchsicht aller Akten bezüglich des schweren Grundes für die Rückführung geirrt hat.
 Italienisch

Autor der Leitsätze (auf Latein): © G. Paolo Montini
Deutsche Übersetzung: © Johannes Fürnkranz